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Begrifferläuterung zur Kunststoffproduktion

Polyethylen

Kurzbezeichnung:
PE - ist bei weitem der wichtigste Thermoplast
zur Herstellung von Folien.

 

Granulat

Rohstoffprodukt in pulverisierter
oder körniger Form

 

 

Additive

Aditive sind Hilfsmittel, die den Polymeren zur  Folienherstellung vor ihrer Verarbeitung zugesetzt werden. Aufgabe dieser Zusätze ist die Verbesserung der Folieneigenschaften oder Erleichterung bei der Verarbeitung von Polymeren. Z. B. Zusätze in Form von Antistatikum, Gleitmittel, UV-Schutz, Einfärbung

 

Extrusion

Verarbeitung von Kunststoffgranulat mit Hilfe
einer Schnecke, durch kontinuierliches Aufschmelzen
bis zum Ausgang des Extruders.

 

 

 

Konfektion

Weiterverarbeitung von Halberzeugnissen zum Endprodukt durch Verarbeitungsmaschinen.

Extruder Schnecke

Eine Schnecke besteht bei einem konventionellen Extruder aus Einzugszone - Kompressions- oder Aufschmelzzone -  Ausstoßzone

       

Werkzeug

Formgebung von Polymeren. Dieses Werkzeug sitzt vor der Schneckenzylinder und gibt der plastisch, thermisch erhitzten  austretenden Masse die gewünschte Form: bei uns  PE-Folie.

Gravimetrische Dosierung / Mischgeräte

Moderne und genauste Methode zur Dosierung
verschiedener Granulat bzw. Additive-Typen
zur Folienherstellung.

 

 

 

Kunststoffe

Werkstoffe aus polymeren organischen Substanzen. Ein großes und sehr wichtiges Einsatzgebiet ist die Herstellung von Folien.

Recycling (PE)

Rückführung - Wiedereingliederung von bereits in Form gebrachten Thermoplast durch mechanische Bearbeitung in den Rohstoffkreislauf.

Folienqualitäten

Es gibt verschiedene Rohstoffqualitäten. Diese werden je nach Einsatzgebiet der Folien-verpackung gewählt. Wir unterscheiden von 3 Qualitäten. 1A-Material, NT-Material, Regenerat. 1A-Material wird überwiegend bei Verpackungen verwendet, diese im Lebensmittelbereich eingesetzt werden. Bei NT-Typen handelt es sich ebenfalls aus Neuware, allerdings OHNE Typisierung und Gewährleistung auf z. B. Lebensmittelechtheit. Regenerat-Typen: Siehe unten

Regenerat (PE)

Sind regenerierte Folien, aus dem Stoffkreislauf. Wiederaufbereitet uns als Regeneratfolie neu produziert. Diese Folien finden Ihren Einsatz insbesondere in der Baufolienbranche, Industriebereiche und werden auch  gerne als Müllsäcke produziert. Regenerat gibt es in verschiedenen Qualitätsabstufungen. Je nach Qualität der Vorprodukte z. B.: 50:50-Mix, transluzent hell, transluzent dunkel, opak kunterbunt, etc.

Was bedeutet VCI

Durch die VCI-Methode (volatile corrosion inhibitor) vereinfacht sich die Konservierung korrosionsgefährdeter Güter ganz wesentlich. Da bei der VCI-Methode kein luftdichter Verschluss der zu schützenden Ware nötig ist, entfällt das langwierige Einpacken mit Trockenmitteln und Alu-Verbundfolie, sowie das Absaugen des Luftinhaltes.

Der Zusatz VCI wird in Form eines Additives (in Granulatform) der Folienextrusion beigemischt. Die Folien sind als Fertigerzeugnis durch den Masterbatch blau transluzent eingefärbt. Zusätzlich werden die Produkte mit einer fortlaufenden „VCI-Signierung“ gekennzeichnet.

Schutzumfang der Metalle: Stahl, Gusseisen (eingeschränkt, nur auf Kontakt), verzinkter Stahl, Nickel, Aluminium, Chrom, Zink, Kupfer und dessen Legierungen werden zuverlässig vor Korrosion geschützt. 

Funktion (VCI)

Ungeschützte Metallteile sind bei längeren Lagerzeiten oder Transportwegen meist extremen Klimabedingungen und hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt. Um die Teile ohne Korrosion an Ihren Bestimmungsort zu bringen, sind besondere Schutzmaßnahmen nötig, z. B. in Form einer funktionellen Verpackung. Die VCI-Methode (volatile corrosion inhibitor) ist eine sichere, rationelle und damit kostengünstige Möglichkeit einen temporären Korrosionsschutz zu erreichen. Leicht flüchtige VCI-Moleküle sind in Form eines Additives in das Trägermaterial (PE-Folie) eingearbeitet.

Aufgrund seiner Verdampfungseigenschaft geht der VCI-Stoff (flüchtige Inhibitoren) relativ kontinuierlich in die Gasphase über und setzt sich auf dem zu schützenden Packgut (Metalloberflächen) als „Schutzfilm“ ab und verhindern die Korrosion. Dieser Zustandswechsel vollzieht sich weitgehend unabhängig von üblichen Temperaturen oder Feuchtigkeiten. Die Anziehung zu Metalloberflächen ist dabei stärker als die von Wassermolekülen, somit bildet sich zwischen Metalloberfläche und Umgebungsatmosphäre eine geschlossene Schutzschicht, damit der Wasserdampf in der Atmosphäre von der Metalloberfläche abgehalten wird, und keine Korrosion entstehen kann. Die VCI-Moleküle können aber auch bereits vorhandene Wasserfilme auf Metalloberflächen durchdringen und so das Wasser von der Oberfläche abdrängen. Die Anwesenheit des VCI hemmt die zur Korrosion führenden elektrochemischen Prozesse. Dabei werden entweder die anodischen oder die kathodischen Teilreaktionen gehemmt.

In einer geschlossenen Verpackung ist der volle Korrosionsschutz nach ca. 24 Stunden garantiert. Kurzzeitiges Öffnen oder Teileentnahme der Verpackung ist für den Schutzfilm unproblematisch, da sich die Schutzatmosphäre in der Folienverpackung regeneriert. Nach Beendigung des Transports oder der Lagerung und Entfernung der Folie verflüchtigt sich der VCI-Film rückstandsfrei. Wir empfehlen eine Lagerung in einer VCI-Verpackung für maximal 12 Monate.