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Verpackung

Polyethylen – Seine Eigenschaften – Ihr Nutzen

Polyethylen, oder kurz PE, ist der meisthergestellte Kunststoff der Welt. Diente er anfangs vornehmlich als Isolierung für Kabel, trifft man ihn heute in allen Bereichen des Alltags: Frischhaltefolien, Flaschen, Müllbeutel, Tragetaschen, aber auch Rohre, Kinderspielzeug, Wäscheklammern und Parkbänke werden aus dem vielseitigen Kunststoff hergestellt. Polyethylen hat viele Vorteile: Es isoliert gut, ist beständig gegenüber aggressiven Substanzen und widerstandsfähig gegenüber mechanischen Einwirkungen.

Es hält tropischen ebenso wie polaren Temperaturen stand, ist nahezu unzerbrechlich, und – manchen mag das überraschen – es ist umweltfreundlich. Anders als Vinylen (PVC) entwickelt Polyethylen weder beim Verbrennen noch beim Verrotten Schadstoffe, die Luft, Boden oder Grundwasser belasten. Als thermo-plastisches Material lässt es sich zudem fast unbegrenzt wieder einschmelzen und zu neuen Produkten verarbeiten.

Die Herstellung

Der Grundstoff für die Herstellung von Polyethylen ist Rohbenzin, das bei starker Erhitzung gasförmiges Ethylen freisetzt. Dieses wird dann in speziellen Fabriken durch das sogenannte Cracken zu Polyethylen umgesetzt – ein Vorgang, bei dem sich Molekülketten aus Kohlenstoff- und Wasserstoffatomen bilden. Die warme, flüssige Kunststoffmasse (breiartig), die dabei entsteht, wird, bevor er erstarrt, durch eine Art Sieb gepreßt. Die auf der anderen Seite austretenden Stränge werden dann von einem rotierenden Messer in kleine Stücke zerteilt, wobei kleine weiße Körner entstehen: das Granulat. Dieses Granulat ist das Ausgangsprodukt, wenn es um die Herstellung von PE-Folien geht.

Man unterscheidet heute generell in drei Hauptgruppen:

  • PE-LD (Low Density Material) wird u. a. zur Herstellung von Folien und Tragetaschen verwendet.
  • PE-HD (High-Density) wird zu besonders dünnen, schweißbaren Verpackungsfolien verarbeitet, die hauptsächlich im Lebensmittelbereich eingesetzt werden.
  • PE-LLD (Linear Low Density Material) wird in großen Maße zu Folien, u.a. zu Stretchfolien verarbeitet.

Zur Umwelt

  • Kunststoff-Folien aus Polyethylen (PE) enthalten die organischen Grundsubstanzen Kohlenstoff und Wasser. Es sind die selben wie bei Holz und Pflanzenfasern.
  • PE-Folien verbrennen rückstandsfrei zu Kohlendioxid und Wasser. Dabei entstehen keine giftigen Dämpfe oder Gase und keine Schlacken.
  • PE-Folien enthalten keine Weichmacher und keine Schwermetalle. Sie sind physiologisch unbedenklich.
  • Bei der Herstellung von PE-Folien entstehen weder Geruchsbelästigungen noch Abwässer.
  • Bei der Herstellung von PE-Folien entstehen:
    - 3-mal weniger Kohlenmonoxid
    - 6-mal weniger Stickoxid
    - 8-mal weniger Kohlenwasserstoff
    - 13-mal weniger Schwefeldioxid
    - 258-mal weniger Staub ... als bei anderem Material
  • Rohstoffeinsatz, Energieaufwand bei der Herstellung, Wasserverbrauch, Gewicht und Raumbedarf auf Deponien sind bei PE-Folien geringer als bei vergleichbaren Materialien.
  • PE-Folien haben eine hohe Reiss- und Nassfestigkeit.
  • PE-Folien sind in Kehrichtdeponien grundwasserneutral und in Verbrennungsanlagen ein willkommener Energiespender.

Fazit

PE-Folien sind für die Umwelt absolut unbedenklich. Sie können mit dem anderen Abfall bedenkenlos entsorgt werden.